Grelle Scheinwerfer, Motorenlärm und Kommandorufe dringen aus der Obstanlage und stören den besinnlichen Abend, des ersten Adventssonntag in Beuren.
In einer „Nacht- und Nebel Aktion“ wurde die mobile Sendeanlage am ersten Adventssonntag in der Dunkelheit abgebaut und abtransportiert.
Zur Erinnerung: Die mobile Sendeanlage der Telekom / Deutschen Funkturm ist seit Anfang Juli abgeschaltet und hätte noch vor der Sommerpause abgebaut werden müssen. Das geschah aber nicht.
Erst nach einer privaten rechtlichen Androhung mit Fristsetzung reagierte das verantwortliche Unternehmen am letztmöglichen Tag, der auf den ersten Adventssonntag fiel.
Es ist völlig unverständlich, warum die Prozesse so träge und unzuverlässig funktionieren. Auf unsere Nachfrage bei der Verwaltung in Salem, ob die mobile Sendeanlage jetzt in Grasbeuren aufgebaut wird, gab es ein „Nein“ von der Telekom.
Die „Grasbeurener“ warten seit 5 Jahren auf den genehmigten Bau des stationären Funkmasts. Die mobile Sendeanlage könnte die Zeit überbrücken.
Wir haben die Verwaltung in Salem gebeten, die Telekom aufzufordern, ihrer Versorgungsverpflichtung nachzukommen.
Wir sind gespannt, wie lange das “Warten“ diesmal dauert
Es ist nicht zu fassen, die mobile Sendeanlage der Telekom, steht den Landwirten immer noch im Weg. Die Sendeanlage sollte während der Sommerpause abgebaut werden. Zwar wurde der Sendemast abgebaut, aber die Sendeanlage steht noch da. Als schlechter Scherz mutet das Schild am Bauzaun an. Da steht: Ich bin kein Dauerparker…
Nach den beschleunigten Ausbauplänen der Telekom im ländlichen Raum könnte man glauben, dass die eigenen mobilen Sendeanlagen, dringend benötigt würden. Das scheint aber nicht der Fall zu sein.
Die „Grasbeurener“ warten seit 5 Jahren auf den genehmigten Bau des Funkmasts. In Beuren steht die Sendeanlage den Landwirten im Weg und gammelt vor sich hin. Die Sendeanlage könnte schon längst die Bürger von Grasbeuren versorgen.
Bilder:
Der Standort an der Sendeanlage vergammelt und die Natur holt sich ihren Platz zurück.
Das hat nichts mit dem beschleunigten Ausbau zu tun, für den die Bundesregierung gesetzliche Änderungen auf den Weg gebracht hat.
Kommuniziert die Deutsche Funkturm GmbH überhaupt mit ihrem ehemaligen Mutterkonzern Telekom?
Es ist an der Zeit, dass die Bundesnetzagentur verbindliche Regeln für die Telekommunikationsunternehmen auf den Weg bringt.
Die Geduld der Grasbeurener wird hart auf die Probe gestellt.
Nachdem nach fast 4 Jahren der Bauantrag von der Deutschen Funkturm GmbH gestellt und zugig im Oktober vom Gemeinderat genehmigt wurde, konnte jetzt im Juli die Waldumwandlung für den Standort des Masts vom Gemeinderat beschlossen werden.
Wann aber mit dem Bau des Funkmasts in Grasbeuren begonnen wird, darüber kann nur spekuliert werden. Bleibt es bei 5 Jahren oder werden es am Ende 6 Jahre?
Anmerkung von Salem Funk:
Die Telekommunikationsunternehmen die sich zum Ausbau verpflichtet haben und dafür vom Staat stark gefördert werden, kommen vor allem im ländlichen Bereich nur zögerlich ihren Verpflichtungen nach. Das liegt unter anderem daran, dass die Wirtschaftlichkeit nicht passt. Hohe Ausbaukosten und zu wenig Nutzer und unattraktiv, lautet die Antwort. Dass der Staat kräftig mit Fördergelder unterstützt, wird nicht diskutiert.
Gleichzeitig wird aber eine Entbürokratisierung und eine Straffung der Prozesse beim Staat, lautstark gefordert. Der Staat täte gut daran, die bürokratischen und ökonomischen Prozesse der Telekommunikationsunternehmen genau unter die Lupe zu nehmen, bevor noch weitere Zugeständnisse an die Telekommunitionsunternehmen gemacht werden.
Vertrauen ist gut, muss gerechtfertigt sein und darf auch kontrolliert werden!
Was tut sich in Tüfingen?
In Tüfingen, steht Anfang Juli, ein Beschluss für einen Bauantrag für einen Funkmast auf dem Rössleberg, für den Gemeinderat an.
Die Gemeindeverwaltung hat mit großem Engagement, im Sinne des Salemer Mobilfunkstandortkonzeptes, mehrere Standortvorschläge, dem ausbauenden Telekommunikationsunternehmen vorgeschlagen. Obwohl noch ein akzeptierter und passender Standort vorhanden war, hat sich das Telekommunikationsunternehmen ohne weitere Ankündigung für die Privatakquise entschieden und einen privaten Verpächter gefunden.
Anmerkung von Salem Funk:
Dieses Vorgehen frustriert nicht nur die Gemeindeverwaltung, sondern auch die unmittelbar angrenzenden Bürger, die von dem 40 m hohen Mast dominiert werden. Viele Tüfinger bedauern auch die Verschandelung der idyllischen Kulisse von Tüfingen.
Die Problematik wäre auch im partnerschaftlichen Dialog lösbar gewesen. Dieses Beispiel zeigt auch, dass die Kommunen, mehr staatliche Rückendeckung brauchen, um einer Eigendynamik der Telekommunikationsunternehmen, entgegen treten zu können.
Was tut sich in Beuren?
Mit einem Wort: FastNichts
In Beuren stehen 2 Masten. Der kleinere Mast ist eine mobile Sendeanlage, die zur Überbrückung vor dem Bau des stationären Masts, die Versorgung der Telekom Kunden in Beuren sicherstellen sollte.
Eilmeldung:
Uns erreichte eine Meldung, dass der stationäre Mast, seit Anfang Juni von der Telekom in Betrieb genommen wurde. Die mobile Sendeanlage soll noch vor der Sommerpause abgebaut werden.
Der stationäre Mast, mit kompletter Technik bestückt, steht seit über einem halben Jahr, ist aber nach einer Nachfrage vom Südkurier vom 01. März, nicht im Betrieb.
Nach Aussage der Deutschen Funkturm GmbH (ohne konkrete Terminangabe) werden zwei weitere Telekommunikationsunternehmen mit ihrer Technik die vorhandenen Plattformen nutzen.
Anmerkung von Salem Funk:
Ein weiterer Anlass zum „Kopfschütteln“ über das ausbauende Telekommunikationsunternehmen. Die Odyssee in Beuren kommt nicht zum Ende!
Erst wurde der bessere Standort mit Strahlungsminimierung von dem Telekommunikationsunternehmen vehement mit schalen Argumenten abgelehnt.
Dann wurde den „Beurener“ die mobile Sendeanlage mit einem Notstromdieselaggregat zugemutet, welches 2 Monate/24 Stunden am Tag, die Bürger am Dorfrand von Beuren mit Dieselabgas und Lärm gequält hat.
Und jetzt ist der stationäre Mast nicht in Betrieb… und die mobile Sendeanlage steht den Landwirten im Weg und stellt mit dem im Gras liegenden Stromkabel eine Gefahr beim Mähen dar.
Auch der zusätzliche Ausbau auf dem stationären Mast, ist nicht nötig! Die Telekommunikationsunternehmen können mit einer freiwilligen Selbstvereinbarung für ein lokales Roaming mit einer Sendeanlage alle 3 Anbieter und deren Kunden versorgen.
Obwohl die Telekommunikationsunternehmen staatlich gefördert sind und zu einem beschleunigten Ausbau verpflichtet sind, werden die sinnvollen und zeitsparenden und kostenschonenden Möglichkeiten und die damit verbundene Immissionsreduzierung nicht genutzt.
Nach einem Fehlstart durch die Insolvenz eines Tiefbauunternehmens startet jetzt die Netcom BW mit einem Jahr Verzögerung mit dem Ausbau der geförderten Adressen in Salem.
Wie in Salem aktuell zu lesen ist, soll der Ausbau der geförderten circa 1600 Hausanschlüsse mit Glasfaser, etwa 2 Jahre dauern. Im Anschluss gehen weitere 2 Jahre ins Land, in denen der eigenwirtschaftliche Ausbau des Glasfasernetzes durch die Netcom BW in allen Teilorten von Salem erfolgen soll.
Der eigenwirtschaftliche Ausbau umfasst die nicht geförderten Adressen die an den Trassen der Glasfaserversorgungslinien liegen. Nach Aussagen von Netcom BW soll dieser eigenwirtschaftliche Ausbau der Hausanschlüsse kostenlos erfolgen. Voraussetzung dafür ist eine 24 monatige Vertragsbindung bei der Netcom BW.
Es bleibt zu hoffen, dass der feierliche Spatenstich unter Beteiligung von VertreterInnen des Innenministeriums und unserer kommunalen Spitze, unter einem guten Stern steht.
Die fleißigen Teams der Baufirma aus Europa sind in den Teilorten überwiegend mit Pickel und Schaufel und in Handarbeit unterwegs und legen fleißig die Hausanschlüsse durch die Vorgärten und Einfahrten. Immerhin stehen den Bauteams Fahrzeuge zur Verfügung, damit sie nicht zu Fuß durch die Teilorte von Salem wandern müssen.
Die eingangs erwähnte, Insolvenz der Tiefbaufirma und die internationalen Ausschreibungsbedingungen verschärfen den Wettbewerbsdruck im Baugewerbe und werfen kein gutes Licht auf die Auftragsvergabe.
Die Leidtragenden sind die Beschäftigten, die fernab von ihrer Heimat unter harten Arbeits- und Lohnbedingungen und Sprachbarrieren ihre Existenz absichern müssen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Beschäftigten wenigstens fair entlohnt werden.
Artikel Südkurier vom 01.03.2025 von Miriam Altmann:
Fortschritte in Beuren, Verzögerungen in Tüfingen und Grasbeuren: Deutsche Funkturm GmbH und Gemeinde erwähnen außerdem einen neuen Standort.
„Die Deutsche Telekom rechnet damit, dass der Funkmast noch in diesem Jahr betriebsbereit ist. Bild: Altmann, Miriam (Extern)„
Salem – Es ist ruhig geworden um den Mobilfunkausbau in Salem, seit das Unternehmen Deutsche Funkturm (DFMG) im Sommer 2023 in der Leustetter Straße in Beuren einen mobilen Funkmast errichtete. Die Telekom-Tochter hatte an der Stelle einen 30 Meter hohen Stahlgittermast geplant, um ihren Lizenzauftrag zu erfüllen. Trotz der Ablehnung durch den Gemeinderat und einer Petition der Bürgerinitiative Salem Funk beim Landtag steht der stationäre Mast inzwischen inmitten der Obstplantagen neben dem Provisorium.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung erkundigte sich Leopold Prinz von Baden (FWV) nach dem aktuellen Stand, was die Ausbaupläne für Tüfingen anging. Bauamtsleiter Marc Dürrhammer bekundete, man habe seit Monaten keine neuen Erkenntnisse. Auf Nachfrage hieß es aus dem Rathaus, dass der vorgesehene Standort Menneberg nicht umgesetzt werden könne, da dort ein Biotop kartiert wurde. Sabine Stark von der Gemeindeverwaltung teilte mit: „Ein potenzieller Standort, welcher sich derzeit in Prüfung befindet, liegt auf dem Rössleberg.“
Die DFMG informierte, dass man mit Tüfingen noch in einer frühen Planungsphase sei. Weiter sei man hingegen beim Standort Grasbeuren: Dafür hatte der Ratsausschuss für Umwelt und Technik im September einem Bauantrag für einen 50 Meter hohen Stahlgittermast auf einem Gemeindegrundstück zugestimmt. DFMG-Sprecherin Lena Naber verwies auf komplexe Genehmigungsverfahren: „Sobald uns die Baugenehmigung erteilt wird, können wir weiterplanen.“ Sabine Stark informierte, dass die Baugenehmigung durch die Baurechtsbehörde beim Landratsamt noch ausstehe.
Obwohl in Beuren der Stahlgittermast bereits errichtet ist, werden die Mobilfunknutzer noch über den temporären Mast direkt daneben versorgt. Wie Lena Naber ankündigte, soll der stationäre Mast noch 2025 betriebsbereit werden. „Auf dem besagten dauerhaften Standort planen zum aktuellen Zeitpunkt neben der Telekom auch Vodafone und Telefónica, ihre Antennen zu errichten“, wies sie auf Mitbenutzungspläne anderer Anbieter hin.
Die erste Mobilfunkanlage in Salem wurde auf dem Dach der ZG Raiffeisen in Neufrach errichtet. Im August 2022 kam eine Dachantenne in Stefansfeld auf dem Gelände einer Firma am Ortsausgang in Richtung Weildorf hinzu. Was weitere Vorhaben angeht, stehe die DFMG mit der Gemeinde im Austausch, lässt Naber wissen. Laut Stark handelt es sich um einen Standort in Neufrach. Hier seien bisher nur Vorgespräche geführt worden.
Anmerkung von Salem Funk:
Die Kommunikationsunternehmen Vodafone und Telefonica wollen auf den Funkmast in Beuren ihre Funkeinrichtungen zusätzlich installieren.
Für die Gesundheit der Menschen in Beuren und Umgebung und die Umwelt und den Energieverbrauch wäre es dringend erforderlich, hier Roaming anzuwenden.
Das würde bedeuten, dass die drei Telekommunikationsunternehmen eine Sendeanlage gemeinsam nutzen. Das reduziert die Strahlenbelastung und die Energiekosten und spart Ressourcen und die Einnahmen der Telekom wären trotzdem gesichert.
So einfach könnte es gehen, wenn es gewollt wäre…
Wir lassen nicht locker und bleiben an diesem Thema dran!
„Des einen Freud, des anderen Leid“ könnte man meinen und die Achseln zucken.
Während die „Einen“ den Kopf über das hässliche Stahlgerüst am Ortsrand von Beuren schütteln und sich über die Verschandelung ihrer Alpensicht ärgern, freuen sich „Andere“ die Kunden der Telekom sind, über den künftig besseren Empfang.
Und tatsächlich hätte die Telekom es den Beurener einfacher machen können, wenn sie auf die Vorschläge der Gemeinde aus dem „Salemer Mobilfunk Standort Konzept“ eingegangen wäre. Sie tat es nicht und gab Fristabläufe, Vertragsverpflichtungen und fortgeschrittene Bauplanungen als Hinderungsgründe für die Ablehnung der Vorschläge an.
Obwohl der favorisierte Höhenstandort aus mehreren Hinsichten, besser geeignet gewesen wäre und auch geringere Immisionen für die Beurener Bevölkerung und damit eine Rücksichtnahme im Sinne der Risikovorsorge bedeutet hätte.
Die unmittelbare Nähe in Beuren beim jetzigen Standort wäre für einen besseren Empfang nicht nötig gewesen, die Telekom hätte lediglich dem Salemer Mobilfunk Standort Konzept folgen können und damit wäre aus dieser Bescherung, ein „Risiko Vorsorge Geschenk“ für die Bevölkerung geworden.
Jetzt steht der Mast und die Zukunft wird zeigen, welche Auswirkungen zu erwarten sind. Da der Mast mit insgesamt 3 Plattformen ausgestattet ist, bedeutet dass die 2 verbleibenden Plattformen an andere Telekommunikationsunternehmen vermietet werden sollen. Damit würde sich die Immission mit jeder zusätzlichen Sendeanlage erhöhen.
„Wenn das Wörtchen wenn nicht wär…“ oder mit dem „heutigen Sprech“: „hätte, hätte Fahrradkette…
Der Mast in Beuren wird auch von den Bürgern scherzhaft der „Eiffelturm von Beuren“ genannt.
Dieser Vergleich wertet allerdings den Eiffelturm in Paris ab. Der Eiffelturm in Paris wurde anlässlich der Weltausstellung 1897-1898 gebaut und symbolisierte den Stolz der Nation auf 100 Jahre französische Revolution und war ein Symbol für den technischen Fortschritt.
Der Mast in Beuren ist ein Symbol für Starrsinnigkeit und Ignoranz der Telekom, die einen Präzedenzfall verhindern wollte.
Auch ist der Mast kein Beispiel für technischen Fortschritt, weil die im ländlichen Raum eingesetzte Mobilfunktechnologie die Glasfaserversorgung auf dem Land nicht ersetzen kann und auch nicht den idealisierten Vorstellungen von 5 G auf den Frequenzen 2,1 oder 3,6 GHz entspricht.
Ausbau auf dem Land
Der Ausbau des sog. „modernen“ Mobilfunks im ländlichen Raum ist für die Telekommunikationsunternehmen unbeliebt und wirtschaftlich uninteressant.
Zu wenig wirklichen Bedarf und zu wenig Kunden.
Das trotzdem ausgebaut wird, ist dem Verkauf der staatlichen Frequenzen geschuldet, die mit einer Verpflichtung der Telekommunikationsunternehmen verbunden ist, den Ausbau in der Fläche sicher zu stellen.
Wir wollen nach vorn schauen und überlegen uns wie die strahlungsminimierte Versorgung von Beuren und von allen Teilorten möglich gemacht werden kann und wie alle Salemer einen Zugang für eine ordentliche Mobilfunkversorgung bekommen können, auch wenn sie keine Kunden der Telekom sind.
Bei der Strom- und Gasversorgung und bei Festnetztelefonie und Kabel- und Glasfaserversorgung ist die freie Anbieterwahl ja auch möglich, ohne dass jeder Anbieter eine eigeneStrom- oder Gas- oder Datenversorgung anbieten und unterhalten muss.
An dem umstrittenen Standort für den Funkmast in Beuren in der Apfelplantage am westlichen Dorfrand von Beuren sind vor 3 Wochen die Baufahrzeuge angerollt.
Zunächst schien es so, als ob es sich nur um die Verlegung der geplanten Glasfaserversorgung der provisorischen, mobilen Sendeanlage der Telekom handelt. Diese Glasfaserversorgung wurde eigens nur für die Versorgung des Funkmasts von Leustetten nach Beuren in einem bestehenden Leerrohr verlegt.
Dafür wurde ein Strang von 7 Glasfasertubes eingezogen, von denen nur ein „Glasfasertube“mit einem isolierten Glasfaserkabel bestückt wurde. Die anderen 6 Glasfasertubes sind für Nachrüstung bzw. Versorgung von Gebäudeanschlüssen vorgesehen.
Kurz nach Abschluss der Verlegung wurde ein Raupenbagger und Baumaterialien angeliefert.
Damit die schweren Baufahrzeuge, ohne einzusinken, an die Baustelle fahren können, wurde auf dem Wiesenstreifen ein Behelfsweg zur Baustelle ausgekoffert der bis zu der mobilen Sendeanlage führt. Zur Verfestigung des Behelfsweges wurde recycelter Bauschutt eingebracht.
Direkt neben der mobilen Sendeanlage wurde in der Apfelplantage eine 10 auf 10 Meter große Fläche freigemacht und mit Baugitter abgegrenzt.
Auf dieser Fläche wurde ein, ca. 5 auf 5 Meter großes, gegen Blitzschlag geerdetes Fundament, mit 4 Mast Fuß Aufnahmen errichtet.
Diese Baumaßnahmen blieben in Beuren nicht unbemerkt und lösten Fragen und auch Ärger bei den Anwohnern aus.
Ein privates Wiesenstück wurde ohne Wissen des Eigentümers befahren und kurzfristig mit Material belegt. Inzwischen wurde der Vorfall geklärt und das Grundstück mit Sperrband gekennzeichnet.
Der Verantwortliche der Baustelle musste erst gefunden werden. Die Kommunikation mit der ausführenden Baufirma war erst nach Überwindung der Sprachbarriere möglich.
Die von der Deutschen Funkturm GmbH beauftragte Firma, ist aufgrund fehlender Beschilderung der Baustelle nicht identifizierbar. Die Baustellenfahrzeuge sind gemietet und der Sprinter zur Personenbeförderung ist neutral und ohne Beschilderung. Vermutlich handelt es sich um ein beauftragtes Subunternehmen.
Die Sorge der Anwohner gilt auch dem unbefestigten Gemeindeweg der durch die schweren Baufahrzeuge in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Schon jetzt sind die stählernen Entwässerungsrinnen mit Kies und Lehm verfüllt und führen das Regenwasser nicht mehr gezielt dem „Gully“ zu.
Die angrenzenden Anwohner der Ringstraße wurden vor Beginn der Baumaßnahmen nicht informiert.
Auf Nachfrage erklärte die Gemeinde, dass das Landratsamt das Bauamt über die Baufreigabe informiert hätte, aber den genauen Baubeginn nicht mitgeteilt habe.
Das Landratsamt muss von dem Bauträger rechtzeitig über den Baubeginn informiert werden, damit wäre eine frühzeitige Information an die angrenzenden Bewohner möglich und wünschenswert gewesen. Warum das nicht geschehen ist, bleibt im Moment noch unbeantwortet.
Die Gemeinde erklärte, dass darauf geachtet wird, dass die Zufahrt des Gemeindeweges, nach den Baumaßnahmen, sich in einem ordnungsgemäßen und funktionsgemäßen Zustand befindet. Ebenso achten die zuständigen Ämter darauf, dass der angelegte Behelfsweg zur Baustellenversorgung nach der Fertigstellung des Funkturms wieder zurück gebaut wird.
In der allgemeinen Diskussion über die derzeitige Errichtung des stationären Funkturms in Beuren, fiel auf, dass nicht wenige der Beurener Bürger meinten, dass die mobile Sendeanlage die im Frühjahr 2023 für Ärger, aufgrund der dieselbetriebenen Notstromanlage sorgte, die stationäre Anlage sei.
Diese mobile Anlage wird abgebaut, sobald der stationäre Funkturm in Betrieb genommen wird. Die stationäre Anlage wird mit 31 Meter und zwei Plattformen für andere Telekommunikationsunternehmen, wesentlich dominanter das Ortsbild von Beuren beherrschen, als die derzeitige mobile Sendeanlage.
Wir von Salem Funk bleiben aktiv an dem Thema dran und werden bestehende Möglichkeiten nützen um die Strahlungsminimierung zum Schutz der Bevölkerung zu ermöglichen.
Beispielhafte Skizze des Gitterturms neben der aufgestellten mobilen Sendeanlage. Hier nur mit einer Bühne, der Turm der tatsächlich aufgestellt wird verfügt über 3 Bühnen.
Bauplan des Gitterturms mit einer Gesamthöhe von 30,24m vom Bodenlevel. Sichtbar sind hier die drei Technikbühnen für technische Erweiterungen oder zur Vermietung an weitere Anbieter.
Technik Platz am Fundament des Masten.
Der Funkmast in Beuren wird am umstrittenen Standort gebaut!
Das Baurechtsamt des Landratsamtes Bodenseekreis beabsichtigt, dem o.g. Bauantrag stattzugeben und die Genehmigung zu erteilen.
Nach einer ausführlichen Prüfung kam auch der Petitionsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg zum Ergebnis, dass der Petition von der Bürgerinitiative „SalemFunk“ nicht abgeholfen werden konnte.
Damit endet nach knapp 2 Jahren der aufrechte Versuch von „SalemFunk“, des Gemeinderates und der Verwaltung mit der Ablehnung des Bauantrages und zahlreichen Gesprächen mit der Telekom, den vorgeschlagenen und besser geeigneten Standort in Beuren zu verhandeln.
Das auf das Bauwerk (Stahlgitterturm) fokussierte Baurecht lässt in diesem Fall keine weiteren Spielräume zu.
Nur ein Einlenken der Telekom, einer der angebotenen Standorte in Beuren zu akzeptieren, hätte ein für alle Beteiligten gutes Ergebnis bringen können. Die Telekom hat die besseren Argumente und Einwände mit der Sicherheit „das Recht auf ihrer Seite zu wissen“, ignoriert.
Ob sich die private Telekom sich mit dieser Vorgehensweise einen Gefallen tut, kann in Ruhe, abgewartet werden.
Die Bürger von Beuren haben sich erfolgreich gegen die Notstromversorgung des mobilen Masts durch ein Dieselaggregat gewehrt. Sie wurden nach zahlreichen Beschwerden vom Umweltamt des Landratsamtes und der Bürgerinitiative „SalemFunk“ unterstützt.
Dass die Deutsche Funkturm GmbH, eine ehemalige Tochter der Deutschen Telekom, nicht in der Lage ist eine mobile Sendeanlage mit festen Stromanschluss aufzustellen, ist an sich schon ein Missstand.
Der Fall in Beuren beleuchtet aber nicht nur Schattenseiten.
Wir als Bürgerinitiative SalemFunk, konnten in der Zwischenzeit viele Informationen und Hinweise und Erfahrungen, auch in der Diskussion mit den Behörden sammeln und sind guten Mutes und halten am Ziel der Gesundheitsvorsorge für die Salemer Bevölkerung fest, bei gleichzeitiger Verbesserung der Glasfaserversorgung und der Mobilfunkversorgung.
Die vielen aufschlussreichen und zielführenden Diskussionen mit den Bürgern und den Gemeinderätinnen und Räten und der Verwaltung unterstreicht die Wichtigkeit des Salemer Mobilfunk Standort Konzeptes für Salem, für deren Umsetzung sich die Bürgerinitiative SalemFunk für alle 11 Teilorte von Salem auch weiterhin mit großem Engagement einsetzt.
Am Funkmast ist nicht zu rütteln: Warum sich Beuren mit dem Sendemast abfinden muss
Lange wurde er bekämpft – nun soll er doch kommen: Da von rechtlicher Seite nichts gegen einen Sendemast am Beurener Ortsrand spricht, müssen sich Gemeinderat und Verwaltung mit dem Standort abfinden.
VOR 21 MINUTEN Lesedauer 2 Min.
Der 20 Meter hohe mobile Funkmast am Ortsrand von Beuren. Der genehmigte Stahlgitterturm wird 30 Meter hoch sein. Michael Presser, Sprecher der Bürgerinitiative, akzeptiert das Ergebnis. | Bild: Altmann, Miriam
Widerstand zwecklos – so könnte das Fazit zum Thema Mobilfunkmast am westlichen Ortsrand von Beuren lauten. In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte die Verwaltung die Ratsmitglieder über den aktuellen Sachstand. „Wir hatten das Ziel, im Ortsteil Beuren der Telekom einen anderen Standort nahezulegen“, blickte Bürgermeister Manfred Härle zurück. Dies war jedoch nicht von Erfolg gekrönt gewesen: Aufgrund der weit fortgeschrittenen Planungen, der getätigten Investitionen und des Lizenzauftrags zur Versorgung des Teilorts gebe es keine andere Option, begründete der Kommunalbeauftragte der Telekom bereits vor einem Jahr. Laut Härle beabsichtige das Landratsamt nun, das gemeindliche Einvernehmen zu ersetzen. „Wie es sich momentan darstellt, wird die Baugenehmigung erteilt werden“, verkündete er.
Stahlgitterturm wird aufgestellt
Die stellvertretende Bauamtsleiterin Elke Möllenhecker erläuterte, dass das Vorhaben keinen von der Baurechtsbehörde zu prüfenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften widerspreche, weshalb ein Anspruch auf Erteilung der Baugenehmigung bestehe. Dies bedeutet, dass die mobile Sendeanlage, die im Juli als „fliegender Bau“ aufgestellt wurde, durch einen 30 Meter hohen Stahlgitterturm ersetzt werden kann. Für Ortsreferentin Luzia Koester (CDU) war allein die Vorstellung bereits eine Zumutung: „Damit endet nach knapp zwei Jahren der aufrechte Versuch des Gemeinderates, der Verwaltung und der Bürgerinitiative ‚Salem Funk‘, mit der Ablehnung des Bauantrages und zahlreichen Gesprächen mit der Telekom einen besseren und geeigneten Standort in Beuren zu verhandeln.“
Koester rügte in ihrer Stellungnahme nicht nur die mangelnde Einsicht des Netzbetreibers, sondern auch das „unsensible Verhalten“, die mobile Funkmastanlage direkt auf einem angrenzenden Grundstück zu errichten. Da die Bürgerinitiative eine Initiative beim Landtag eingereicht hatte, galt ein Stillhalte-Abkommen für das laufende Bauantragsverfahren. Den Betrieb der mobilen Sendeanlage nebenan betrachtete die Telekom jedoch als unabhängig davon. Wie die Ortsreferentin berichtete, sei die mobile Sendeanlage 54 Tage lang rund um die Uhr mit einem dieselbetriebenen Notstromaggregat betrieben worden. Nur aufgrund der Gegenwehr der Anwohner, des Umweltamts und der Bürgerinitiative habe die Anlage eine reguläre Stromversorgung erhalten. Zum Mobilfunkstandortkonzept der Gemeinde merkte sie an: „Schade, dass es Beuren nichts genützt hat.“Ausbaupläne der TelekomIn einer Pressemitteilung vom 10. Oktober informierte die Telekom über einen neu gebauten Mobilfunkstandort in Salem. „Durch den Ausbau vergrößert sich die Mobilfunk-Abdeckung in Salem und es steht insgesamt auch mehr Bandbreite zur Verfügung“, heißt es im Schreiben. Auch der Empfang in Gebäuden verbessere sich. Da der Bedarf an Bandbreite jährlich um rund 30 Prozent pro Jahr steige, mache man beim Mobilfunkausbau weiter Tempo. Im Bodenseekreis betreibt die Telekom nach eigenen Angaben 95 Standorte – bis 2025 sollen 42 weitere hinzukommen. In Grasbeuren ist ein Mobilfunkmast unweit des alten Bahnhofs geplant, in Tüfingen wird ein Standort am Menneberg grundsätzlich als umsetzbar beurteilt.
Gemeinsames Scheitern schweißt zusammen
Ganz so pessimistisch wollte Ursula Hefler (CDU) nicht mit dem Thema abschließen: Zwar sei das eine „ärgerliche Geschichte“ gewesen, doch das Gremium sei gestärkt daraus hervorgegangen. „Wir hatten einen Konsens, wir haben jetzt das Standortkonzept und wir sind standhaft geblieben. Das hinterlässt für mich trotzdem ein gutes Gefühl.“ Härle erwähnte, dass die Gemeinde vor Erteilung der Baugenehmigung nochmals angehört werde und ihre Meinung revidieren könne. „Unsere Position bleibt bestehen“, bekräftigte er allerdings. Stephanie Straßer (FWV) blickte dennoch optimistisch in die Zukunft: Nachdem man inzwischen frühzeitig in Dialogverfahren einsteige, könne man an anderen Stellen im Gemeindegebiet noch Handlungsspielräume herausarbeiten. „Für Beuren hat es nicht gereicht, aber das hat uns wachgerüttelt“, schloss sie.
Bürgerinitiative blickt nach vorn
Auch Michael Presser, der Sprecher von „Salem Funk“, argumentierte im Nachgang zur Sitzung in dieselbe Richtung: Zwar bedaure die Gruppe die Entscheidung für den jetzt in Beuren genehmigten Standort, doch sie habe im Rahmen ihrer Möglichkeiten alle Optionen ausgeschöpft. „Die fehlende Einsicht und Kompromissfähigkeit der Telekom, einen der angebotenen Standorte in Beuren zu akzeptieren, hat ein für alle Beteiligten gutes Ergebnis verhindert“, urteilte Presser. Das Baurecht lasse in diesem Fall keine weiteren Spielräume zu – und auch vom Landtag habe es keine guten Nachrichten gegeben: „Nach einer ausführlichen Prüfung kam der Petitionsausschuss zum Ergebnis, dass der Petition nicht abgeholfen werden konnte“, teilte der Sprecher mit.
Die zielführenden Diskussionen mit Bürgern, Gemeinderatsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern hätten aber die Wichtigkeit des Mobilfunkstandortkonzepts für Salem herausgestellt. „Wir halten am Ziel der Gesundheitsvorsorge für die Salemer Bevölkerung fest, bei gleichzeitiger Verbesserung der Glasfaserversorgung und der Mobilfunkversorgung“, versprach Presser. „Krönchen richten und aufrecht weitergehen.“
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