Grelle Scheinwerfer, Motorenlärm und Kommandorufe dringen aus der Obstanlage und stören den besinnlichen Abend, des ersten Adventssonntag in Beuren.
In einer „Nacht- und Nebel Aktion“ wurde die mobile Sendeanlage am ersten Adventssonntag in der Dunkelheit abgebaut und abtransportiert.
Zur Erinnerung: Die mobile Sendeanlage der Telekom / Deutschen Funkturm ist seit Anfang Juli abgeschaltet und hätte noch vor der Sommerpause abgebaut werden müssen. Das geschah aber nicht.
Erst nach einer privaten rechtlichen Androhung mit Fristsetzung reagierte das verantwortliche Unternehmen am letztmöglichen Tag, der auf den ersten Adventssonntag fiel.
Es ist völlig unverständlich, warum die Prozesse so träge und unzuverlässig funktionieren. Auf unsere Nachfrage bei der Verwaltung in Salem, ob die mobile Sendeanlage jetzt in Grasbeuren aufgebaut wird, gab es ein „Nein“ von der Telekom.
Die „Grasbeurener“ warten seit 5 Jahren auf den genehmigten Bau des stationären Funkmasts. Die mobile Sendeanlage könnte die Zeit überbrücken.
Wir haben die Verwaltung in Salem gebeten, die Telekom aufzufordern, ihrer Versorgungsverpflichtung nachzukommen.
Wir sind gespannt, wie lange das “Warten“ diesmal dauert
lädt am Donnerstag, den 13. November zu einem interessanten Vortrag
mit dem Thema ein: Wie können wir uns und unsere Kinder vor Risiken durch Mobilfunkstrahlung schützen?
Vortrag und Diskussion mit Matthias von Herrmann, von diagnose:funk
Matthias von Herrmann ist Campaigner bei Diagnose-Funk e.V., einer bundesweit aktiven Umwelt- und Verbraucherorganisation zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung.
Matthias von Hermann wird unter der Fragestellung: „Ist Mobilfunk gesundheitsschädlich?“ einen leicht verständlichen Überblick über die aktuellen wissenschaftlichen Studien zu Mobilfunk- und WLAN-Strahlung geben und Antworten auf die Fragen geben, wie belastbar die Ergebnisse der Studien sind.
Die interessierten Bürger von Salem und Umgebung sind herzlich eingeladen!
Da der Eintritt frei ist, werden Spenden dankbar angenommen.
Es ist nicht zu fassen, die mobile Sendeanlage der Telekom, steht den Landwirten immer noch im Weg. Die Sendeanlage sollte während der Sommerpause abgebaut werden. Zwar wurde der Sendemast abgebaut, aber die Sendeanlage steht noch da. Als schlechter Scherz mutet das Schild am Bauzaun an. Da steht: Ich bin kein Dauerparker…
Nach den beschleunigten Ausbauplänen der Telekom im ländlichen Raum könnte man glauben, dass die eigenen mobilen Sendeanlagen, dringend benötigt würden. Das scheint aber nicht der Fall zu sein.
Die „Grasbeurener“ warten seit 5 Jahren auf den genehmigten Bau des Funkmasts. In Beuren steht die Sendeanlage den Landwirten im Weg und gammelt vor sich hin. Die Sendeanlage könnte schon längst die Bürger von Grasbeuren versorgen.
Bilder:
Der Standort an der Sendeanlage vergammelt und die Natur holt sich ihren Platz zurück.
Das hat nichts mit dem beschleunigten Ausbau zu tun, für den die Bundesregierung gesetzliche Änderungen auf den Weg gebracht hat.
Kommuniziert die Deutsche Funkturm GmbH überhaupt mit ihrem ehemaligen Mutterkonzern Telekom?
Es ist an der Zeit, dass die Bundesnetzagentur verbindliche Regeln für die Telekommunikationsunternehmen auf den Weg bringt.
Die Geduld der Grasbeurener wird hart auf die Probe gestellt.
Nachdem nach fast 4 Jahren der Bauantrag von der Deutschen Funkturm GmbH gestellt und zugig im Oktober vom Gemeinderat genehmigt wurde, konnte jetzt im Juli die Waldumwandlung für den Standort des Masts vom Gemeinderat beschlossen werden.
Wann aber mit dem Bau des Funkmasts in Grasbeuren begonnen wird, darüber kann nur spekuliert werden. Bleibt es bei 5 Jahren oder werden es am Ende 6 Jahre?
Anmerkung von Salem Funk:
Die Telekommunikationsunternehmen die sich zum Ausbau verpflichtet haben und dafür vom Staat stark gefördert werden, kommen vor allem im ländlichen Bereich nur zögerlich ihren Verpflichtungen nach. Das liegt unter anderem daran, dass die Wirtschaftlichkeit nicht passt. Hohe Ausbaukosten und zu wenig Nutzer und unattraktiv, lautet die Antwort. Dass der Staat kräftig mit Fördergelder unterstützt, wird nicht diskutiert.
Gleichzeitig wird aber eine Entbürokratisierung und eine Straffung der Prozesse beim Staat, lautstark gefordert. Der Staat täte gut daran, die bürokratischen und ökonomischen Prozesse der Telekommunikationsunternehmen genau unter die Lupe zu nehmen, bevor noch weitere Zugeständnisse an die Telekommunitionsunternehmen gemacht werden.
Vertrauen ist gut, muss gerechtfertigt sein und darf auch kontrolliert werden!
Was tut sich in Tüfingen?
In Tüfingen, steht Anfang Juli, ein Beschluss für einen Bauantrag für einen Funkmast auf dem Rössleberg, für den Gemeinderat an.
Die Gemeindeverwaltung hat mit großem Engagement, im Sinne des Salemer Mobilfunkstandortkonzeptes, mehrere Standortvorschläge, dem ausbauenden Telekommunikationsunternehmen vorgeschlagen. Obwohl noch ein akzeptierter und passender Standort vorhanden war, hat sich das Telekommunikationsunternehmen ohne weitere Ankündigung für die Privatakquise entschieden und einen privaten Verpächter gefunden.
Anmerkung von Salem Funk:
Dieses Vorgehen frustriert nicht nur die Gemeindeverwaltung, sondern auch die unmittelbar angrenzenden Bürger, die von dem 40 m hohen Mast dominiert werden. Viele Tüfinger bedauern auch die Verschandelung der idyllischen Kulisse von Tüfingen.
Die Problematik wäre auch im partnerschaftlichen Dialog lösbar gewesen. Dieses Beispiel zeigt auch, dass die Kommunen, mehr staatliche Rückendeckung brauchen, um einer Eigendynamik der Telekommunikationsunternehmen, entgegen treten zu können.
Was tut sich in Beuren?
Mit einem Wort: FastNichts
In Beuren stehen 2 Masten. Der kleinere Mast ist eine mobile Sendeanlage, die zur Überbrückung vor dem Bau des stationären Masts, die Versorgung der Telekom Kunden in Beuren sicherstellen sollte.
Eilmeldung:
Uns erreichte eine Meldung, dass der stationäre Mast, seit Anfang Juni von der Telekom in Betrieb genommen wurde. Die mobile Sendeanlage soll noch vor der Sommerpause abgebaut werden.
Der stationäre Mast, mit kompletter Technik bestückt, steht seit über einem halben Jahr, ist aber nach einer Nachfrage vom Südkurier vom 01. März, nicht im Betrieb.
Nach Aussage der Deutschen Funkturm GmbH (ohne konkrete Terminangabe) werden zwei weitere Telekommunikationsunternehmen mit ihrer Technik die vorhandenen Plattformen nutzen.
Anmerkung von Salem Funk:
Ein weiterer Anlass zum „Kopfschütteln“ über das ausbauende Telekommunikationsunternehmen. Die Odyssee in Beuren kommt nicht zum Ende!
Erst wurde der bessere Standort mit Strahlungsminimierung von dem Telekommunikationsunternehmen vehement mit schalen Argumenten abgelehnt.
Dann wurde den „Beurener“ die mobile Sendeanlage mit einem Notstromdieselaggregat zugemutet, welches 2 Monate/24 Stunden am Tag, die Bürger am Dorfrand von Beuren mit Dieselabgas und Lärm gequält hat.
Und jetzt ist der stationäre Mast nicht in Betrieb… und die mobile Sendeanlage steht den Landwirten im Weg und stellt mit dem im Gras liegenden Stromkabel eine Gefahr beim Mähen dar.
Auch der zusätzliche Ausbau auf dem stationären Mast, ist nicht nötig! Die Telekommunikationsunternehmen können mit einer freiwilligen Selbstvereinbarung für ein lokales Roaming mit einer Sendeanlage alle 3 Anbieter und deren Kunden versorgen.
Obwohl die Telekommunikationsunternehmen staatlich gefördert sind und zu einem beschleunigten Ausbau verpflichtet sind, werden die sinnvollen und zeitsparenden und kostenschonenden Möglichkeiten und die damit verbundene Immissionsreduzierung nicht genutzt.
Nach einem Fehlstart durch die Insolvenz eines Tiefbauunternehmens startet jetzt die Netcom BW mit einem Jahr Verzögerung mit dem Ausbau der geförderten Adressen in Salem.
Wie in Salem aktuell zu lesen ist, soll der Ausbau der geförderten circa 1600 Hausanschlüsse mit Glasfaser, etwa 2 Jahre dauern. Im Anschluss gehen weitere 2 Jahre ins Land, in denen der eigenwirtschaftliche Ausbau des Glasfasernetzes durch die Netcom BW in allen Teilorten von Salem erfolgen soll.
Der eigenwirtschaftliche Ausbau umfasst die nicht geförderten Adressen die an den Trassen der Glasfaserversorgungslinien liegen. Nach Aussagen von Netcom BW soll dieser eigenwirtschaftliche Ausbau der Hausanschlüsse kostenlos erfolgen. Voraussetzung dafür ist eine 24 monatige Vertragsbindung bei der Netcom BW.
Es bleibt zu hoffen, dass der feierliche Spatenstich unter Beteiligung von VertreterInnen des Innenministeriums und unserer kommunalen Spitze, unter einem guten Stern steht.
Die fleißigen Teams der Baufirma aus Europa sind in den Teilorten überwiegend mit Pickel und Schaufel und in Handarbeit unterwegs und legen fleißig die Hausanschlüsse durch die Vorgärten und Einfahrten. Immerhin stehen den Bauteams Fahrzeuge zur Verfügung, damit sie nicht zu Fuß durch die Teilorte von Salem wandern müssen.
Die eingangs erwähnte, Insolvenz der Tiefbaufirma und die internationalen Ausschreibungsbedingungen verschärfen den Wettbewerbsdruck im Baugewerbe und werfen kein gutes Licht auf die Auftragsvergabe.
Die Leidtragenden sind die Beschäftigten, die fernab von ihrer Heimat unter harten Arbeits- und Lohnbedingungen und Sprachbarrieren ihre Existenz absichern müssen.
Es bleibt zu hoffen, dass die Beschäftigten wenigstens fair entlohnt werden.
Artikel Südkurier vom 01.03.2025 von Miriam Altmann:
Fortschritte in Beuren, Verzögerungen in Tüfingen und Grasbeuren: Deutsche Funkturm GmbH und Gemeinde erwähnen außerdem einen neuen Standort.
„Die Deutsche Telekom rechnet damit, dass der Funkmast noch in diesem Jahr betriebsbereit ist. Bild: Altmann, Miriam (Extern)„
Salem – Es ist ruhig geworden um den Mobilfunkausbau in Salem, seit das Unternehmen Deutsche Funkturm (DFMG) im Sommer 2023 in der Leustetter Straße in Beuren einen mobilen Funkmast errichtete. Die Telekom-Tochter hatte an der Stelle einen 30 Meter hohen Stahlgittermast geplant, um ihren Lizenzauftrag zu erfüllen. Trotz der Ablehnung durch den Gemeinderat und einer Petition der Bürgerinitiative Salem Funk beim Landtag steht der stationäre Mast inzwischen inmitten der Obstplantagen neben dem Provisorium.
In der jüngsten Gemeinderatssitzung erkundigte sich Leopold Prinz von Baden (FWV) nach dem aktuellen Stand, was die Ausbaupläne für Tüfingen anging. Bauamtsleiter Marc Dürrhammer bekundete, man habe seit Monaten keine neuen Erkenntnisse. Auf Nachfrage hieß es aus dem Rathaus, dass der vorgesehene Standort Menneberg nicht umgesetzt werden könne, da dort ein Biotop kartiert wurde. Sabine Stark von der Gemeindeverwaltung teilte mit: „Ein potenzieller Standort, welcher sich derzeit in Prüfung befindet, liegt auf dem Rössleberg.“
Die DFMG informierte, dass man mit Tüfingen noch in einer frühen Planungsphase sei. Weiter sei man hingegen beim Standort Grasbeuren: Dafür hatte der Ratsausschuss für Umwelt und Technik im September einem Bauantrag für einen 50 Meter hohen Stahlgittermast auf einem Gemeindegrundstück zugestimmt. DFMG-Sprecherin Lena Naber verwies auf komplexe Genehmigungsverfahren: „Sobald uns die Baugenehmigung erteilt wird, können wir weiterplanen.“ Sabine Stark informierte, dass die Baugenehmigung durch die Baurechtsbehörde beim Landratsamt noch ausstehe.
Obwohl in Beuren der Stahlgittermast bereits errichtet ist, werden die Mobilfunknutzer noch über den temporären Mast direkt daneben versorgt. Wie Lena Naber ankündigte, soll der stationäre Mast noch 2025 betriebsbereit werden. „Auf dem besagten dauerhaften Standort planen zum aktuellen Zeitpunkt neben der Telekom auch Vodafone und Telefónica, ihre Antennen zu errichten“, wies sie auf Mitbenutzungspläne anderer Anbieter hin.
Die erste Mobilfunkanlage in Salem wurde auf dem Dach der ZG Raiffeisen in Neufrach errichtet. Im August 2022 kam eine Dachantenne in Stefansfeld auf dem Gelände einer Firma am Ortsausgang in Richtung Weildorf hinzu. Was weitere Vorhaben angeht, stehe die DFMG mit der Gemeinde im Austausch, lässt Naber wissen. Laut Stark handelt es sich um einen Standort in Neufrach. Hier seien bisher nur Vorgespräche geführt worden.
Anmerkung von Salem Funk:
Die Kommunikationsunternehmen Vodafone und Telefonica wollen auf den Funkmast in Beuren ihre Funkeinrichtungen zusätzlich installieren.
Für die Gesundheit der Menschen in Beuren und Umgebung und die Umwelt und den Energieverbrauch wäre es dringend erforderlich, hier Roaming anzuwenden.
Das würde bedeuten, dass die drei Telekommunikationsunternehmen eine Sendeanlage gemeinsam nutzen. Das reduziert die Strahlenbelastung und die Energiekosten und spart Ressourcen und die Einnahmen der Telekom wären trotzdem gesichert.
So einfach könnte es gehen, wenn es gewollt wäre…
Wir lassen nicht locker und bleiben an diesem Thema dran!
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