Sieht so das künftige Wahrzeichen für unser malerisches Beuren aus?

Beispielhafte Skizze des Gitterturms neben der aufgestellten mobilen Sendeanlage. Hier nur mit einer Bühne, der Turm der tatsächlich aufgestellt wird verfügt über 3 Bühnen.
Bauplan des Gitterturms mit einer Gesamthöhe von 30,24m vom Bodenlevel. Sichtbar sind hier die drei Technikbühnen für technische Erweiterungen oder zur Vermietung an weitere Anbieter.
Technik Platz am Fundament des Masten.

Der Funkmast in Beuren wird am umstrittenen Standort gebaut!

Das Baurechtsamt des Landratsamtes Bodenseekreis beabsichtigt, dem o.g. Bauantrag stattzugeben und die Genehmigung zu erteilen.

Nach einer ausführlichen Prüfung kam auch der Petitionsausschuss des Landtags von Baden-Württemberg zum Ergebnis, dass der Petition von der Bürgerinitiative „SalemFunk“ nicht abgeholfen werden konnte.

Damit endet nach knapp 2 Jahren der aufrechte Versuch von „SalemFunk“, des Gemeinderates und der Verwaltung mit der Ablehnung des Bauantrages und zahlreichen Gesprächen mit der Telekom, den vorgeschlagenen und besser geeigneten Standort in Beuren zu verhandeln.

Das auf das Bauwerk (Stahlgitterturm) fokussierte Baurecht lässt in diesem Fall keine weiteren Spielräume zu.

Nur ein Einlenken der Telekom, einer der angebotenen Standorte in Beuren zu akzeptieren, hätte ein für alle Beteiligten gutes Ergebnis bringen können. Die Telekom hat die besseren Argumente und Einwände mit der Sicherheit „das Recht auf ihrer Seite zu wissen“, ignoriert.

Ob sich die private Telekom sich mit dieser Vorgehensweise einen Gefallen tut, kann in Ruhe, abgewartet werden.

Die Bürger von Beuren haben sich erfolgreich gegen die Notstromversorgung des mobilen Masts durch ein Dieselaggregat gewehrt. Sie wurden nach zahlreichen Beschwerden vom Umweltamt des Landratsamtes und der Bürgerinitiative „SalemFunk“ unterstützt.

Dass die Deutsche Funkturm GmbH, eine ehemalige Tochter der Deutschen Telekom, nicht in der Lage ist eine mobile Sendeanlage mit festen Stromanschluss aufzustellen, ist an sich schon ein Missstand.

Der Fall in Beuren beleuchtet aber nicht nur Schattenseiten.

Wir als Bürgerinitiative SalemFunk, konnten in der Zwischenzeit viele Informationen und Hinweise und Erfahrungen, auch in der Diskussion mit den Behörden sammeln und sind guten Mutes und halten am Ziel der Gesundheitsvorsorge für die Salemer Bevölkerung fest, bei gleichzeitiger Verbesserung der Glasfaserversorgung und der Mobilfunkversorgung.

Die vielen aufschlussreichen und zielführenden Diskussionen mit den Bürgern und den Gemeinderätinnen und Räten und der Verwaltung unterstreicht die Wichtigkeit des Salemer Mobilfunk Standort Konzeptes für Salem, für deren Umsetzung sich die Bürgerinitiative SalemFunk für alle 11 Teilorte von Salem auch weiterhin mit großem Engagement einsetzt.

Südkurier Artikel vom Do. 26.10.23

Hier zum Original Artikel von SK Online:

https://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis/salem/am-funkmast-ist-nicht-zu-ruetteln-warum-sich-beuren-mit-dem-sendemast-abfinden-muss;art372491,11770143?wt_mc=skwww.skwww.skwww_g_skwww.share_e-mail

Am Funkmast ist nicht zu rütteln: Warum sich Beuren mit dem Sendemast abfinden muss

Lange wurde er bekämpft – nun soll er doch kommen: Da von rechtlicher Seite nichts gegen einen Sendemast am Beurener Ortsrand spricht, müssen sich Gemeinderat und Verwaltung mit dem Standort abfinden.

VOR 21 MINUTEN Lesedauer 2 Min.Der 20 Meter hohe mobile Funkmast am Ortsrand von Beuren. Der genehmigte Stahlgitterturm wird 30 Meter hoch sein. Michael Presser, ...

Der 20 Meter hohe mobile Funkmast am Ortsrand von Beuren. Der genehmigte Stahlgitterturm wird 30 Meter hoch sein. Michael Presser, Sprecher der Bürgerinitiative, akzeptiert das Ergebnis. | Bild: Altmann, Miriam 

MIRIAM ALTMANN

Widerstand zwecklos – so könnte das Fazit zum Thema Mobilfunkmast am westlichen Ortsrand von Beuren lauten. In der jüngsten Gemeinderatssitzung informierte die Verwaltung die Ratsmitglieder über den aktuellen Sachstand. „Wir hatten das Ziel, im Ortsteil Beuren der Telekom einen anderen Standort nahezulegen“, blickte Bürgermeister Manfred Härle zurück. Dies war jedoch nicht von Erfolg gekrönt gewesen: Aufgrund der weit fortgeschrittenen Planungen, der getätigten Investitionen und des Lizenzauftrags zur Versorgung des Teilorts gebe es keine andere Option, begründete der Kommunalbeauftragte der Telekom bereits vor einem Jahr. Laut Härle beabsichtige das Landratsamt nun, das gemeindliche Einvernehmen zu ersetzen. „Wie es sich momentan darstellt, wird die Baugenehmigung erteilt werden“, verkündete er.

Stahlgitterturm wird aufgestellt

Die stellvertretende Bauamtsleiterin Elke Möllenhecker erläuterte, dass das Vorhaben keinen von der Baurechtsbehörde zu prüfenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften widerspreche, weshalb ein Anspruch auf Erteilung der Baugenehmigung bestehe. Dies bedeutet, dass die mobile Sendeanlage, die im Juli als „fliegender Bau“ aufgestellt wurde, durch einen 30 Meter hohen Stahlgitterturm ersetzt werden kann. Für Ortsreferentin Luzia Koester (CDU) war allein die Vorstellung bereits eine Zumutung: „Damit endet nach knapp zwei Jahren der aufrechte Versuch des Gemeinderates, der Verwaltung und der Bürgerinitiative ‚Salem Funk‘, mit der Ablehnung des Bauantrages und zahlreichen Gesprächen mit der Telekom einen besseren und geeigneten Standort in Beuren zu verhandeln.“

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Deutliche Kritik an der Telekom

Koester rügte in ihrer Stellungnahme nicht nur die mangelnde Einsicht des Netzbetreibers, sondern auch das „unsensible Verhalten“, die mobile Funkmastanlage direkt auf einem angrenzenden Grundstück zu errichten. Da die Bürgerinitiative eine Initiative beim Landtag eingereicht hatte, galt ein Stillhalte-Abkommen für das laufende Bauantragsverfahren. Den Betrieb der mobilen Sendeanlage nebenan betrachtete die Telekom jedoch als unabhängig davon. Wie die Ortsreferentin berichtete, sei die mobile Sendeanlage 54 Tage lang rund um die Uhr mit einem dieselbetriebenen Notstromaggregat betrieben worden. Nur aufgrund der Gegenwehr der Anwohner, des Umweltamts und der Bürgerinitiative habe die Anlage eine reguläre Stromversorgung erhalten. Zum Mobilfunkstandortkonzept der Gemeinde merkte sie an: „Schade, dass es Beuren nichts genützt hat.“Ausbaupläne der TelekomIn einer Pressemitteilung vom 10. Oktober informierte die Telekom über einen neu gebauten Mobilfunkstandort in Salem. „Durch den Ausbau vergrößert sich die Mobilfunk-Abdeckung in Salem und es steht insgesamt auch mehr Bandbreite zur Verfügung“, heißt es im Schreiben. Auch der Empfang in Gebäuden verbessere sich. Da der Bedarf an Bandbreite jährlich um rund 30 Prozent pro Jahr steige, mache man beim Mobilfunkausbau weiter Tempo. Im Bodenseekreis betreibt die Telekom nach eigenen Angaben 95 Standorte – bis 2025 sollen 42 weitere hinzukommen. In Grasbeuren ist ein Mobilfunkmast unweit des alten Bahnhofs geplant, in Tüfingen wird ein Standort am Menneberg grundsätzlich als umsetzbar beurteilt.

Gemeinsames Scheitern schweißt zusammen

Ganz so pessimistisch wollte Ursula Hefler (CDU) nicht mit dem Thema abschließen: Zwar sei das eine „ärgerliche Geschichte“ gewesen, doch das Gremium sei gestärkt daraus hervorgegangen. „Wir hatten einen Konsens, wir haben jetzt das Standortkonzept und wir sind standhaft geblieben. Das hinterlässt für mich trotzdem ein gutes Gefühl.“ Härle erwähnte, dass die Gemeinde vor Erteilung der Baugenehmigung nochmals angehört werde und ihre Meinung revidieren könne. „Unsere Position bleibt bestehen“, bekräftigte er allerdings. Stephanie Straßer (FWV) blickte dennoch optimistisch in die Zukunft: Nachdem man inzwischen frühzeitig in Dialogverfahren einsteige, könne man an anderen Stellen im Gemeindegebiet noch Handlungsspielräume herausarbeiten. „Für Beuren hat es nicht gereicht, aber das hat uns wachgerüttelt“, schloss sie.

Bürgerinitiative blickt nach vorn

Auch Michael Presser, der Sprecher von „Salem Funk“, argumentierte im Nachgang zur Sitzung in dieselbe Richtung: Zwar bedaure die Gruppe die Entscheidung für den jetzt in Beuren genehmigten Standort, doch sie habe im Rahmen ihrer Möglichkeiten alle Optionen ausgeschöpft. „Die fehlende Einsicht und Kompromissfähigkeit der Telekom, einen der angebotenen Standorte in Beuren zu akzeptieren, hat ein für alle Beteiligten gutes Ergebnis verhindert“, urteilte Presser. Das Baurecht lasse in diesem Fall keine weiteren Spielräume zu – und auch vom Landtag habe es keine guten Nachrichten gegeben: „Nach einer ausführlichen Prüfung kam der Petitionsausschuss zum Ergebnis, dass der Petition nicht abgeholfen werden konnte“, teilte der Sprecher mit.

Die zielführenden Diskussionen mit Bürgern, Gemeinderatsmitgliedern und Verwaltungsmitarbeitern hätten aber die Wichtigkeit des Mobilfunkstandortkonzepts für Salem herausgestellt. „Wir halten am Ziel der Gesundheitsvorsorge für die Salemer Bevölkerung fest, bei gleichzeitiger Verbesserung der Glasfaserversorgung und der Mobilfunkversorgung“, versprach Presser. „Krönchen richten und aufrecht weitergehen.“

Die Beurener können aufatmen…

Nach 54 Tagen wurde das Dieselaggregat endlich abgeschaltet.

Die Mobile Sendeanlage auf dem umstrittenen Standort, hängt jetzt am Stromnetz!

Die Beschwerden der Beurener und von Salemfunk waren erfolgreich!

Salemfunk bleibt selbstverständlich am Thema dran.

Jetzt gilt es, die bestehenden Alternativen zu diesem umstrittenen Standort, zu thematisieren.

Das Salemer Mobilfunkstandortkonzept soll umgesetzt werden, damit in Beuren und Umgebung, eine gute Mobilfunkversorgung sicher gestellt werden kann.

Wir danken allen Unterstützern und den Ämtern, im Besonderem dem Umweltamt.

Das „Salemer Mobilfunk Standort Konzept“ oder

warum ein höher liegender Standort in Beuren besser ist…

In dem „Salemer Mobilfunk Standort Konzept“ hat das EMF – Institut, für alle 11 Teilorte von Salem, Standortvorschläge erstellt.

Die Vorschläge orientieren sich an dem gesetzlichen Gebot der Strahlungsminimierung, als präventive Vorsorge, zum Schutz der Bevölkerung.

Die Standortvorschläge dienen der Gemeinde als Orientierung für die Gemeinde bei Suchkreisanfragen von Telekommunikationsunternehmen, wie zum Beispiel, der Telekom.

Sie haben sich mit dem Kauf der ehemals bundeseigenen Frequenzen verpflichtet, die Netzinfrastruktur dazu gehört der Ausbau im ländlichen Raum in allen Bundesländern und die Versorgung des Straßen- und Schienennetzes sicher zu stellen. Die Telekommunikationsunternehmen müssen die Auflagen der Bundesnetzagentur einhalten.

Wenn die Telekommunikationsunternehmen in Salem eine Suchkreisanfrage für eine Sendeanlage stellen, wird diese Anfrage mit dem „Salemer Mobilfunk Standort Konzept“ abgestimmt. Dabei können auch weitere Standorte diskutiert und festgelegt werden, wenn sie den Kriterien des „Salemer Mobilfunk Standort Konzept“ der Strahlungsminimierung entsprechen.

Bei den vorgeschlagenen Standorten in Beuren, beharrt aber die Telekom hartnäckig auf den umstrittenen Standort in den Obstplantagen am Dorfrand in Beuren.

Die Argumentation der Telekom führt unter anderem vertragliche und weit fortgeschrittene bauliche Planungen und mobilfunktechnische Notwendigkeiten auf.

Wir gehen nicht auf, die vertragliche und weit fortgeschrittene baulichen Planungen, ein.

Soviel sei aber gesagt:

Wenn die Telekom sich mit einem Verpächter, ohne Baugenehmigung, vorvertraglich bindet, ist das ein gewolltes Risiko der Telekom. Das Argument, der weit fortgeschrittenen baulichen Planungen, unterliegt auch dem gewollten Risiko der Telekom. Die Telekom hat sich für diesen Standort entschieden, obwohl der Bauantrag zunächst zurückgestellt wurde und auch am Ende vom Gemeinderat abgelehnt wurde. Die Gemeinde hat frühzeitig deutlich darauf hingewiesen hatte, dass das „Salemer Mobilfunk Standort Konzept“ abzuwarten sei.

Wenn man das Desaster um die Planung und Aufstellung der mobilen Sendeanlage mit dem Dieselaggregat vergleicht, kommen allerdings berechtigte Zweifel an einer weit fortgeschrittenen baulichen Planung auf.

Wir gehen aber auf die Argumente, der mobilfunktechnische Notwendigkeiten, ein:

Die Telekom argumentiert, dass der umstrittene Standort in der Obstplantage am westlichen Dorfrand von Beuren, wegen der kurzen Distanz zu den Wohnquartieren notwendig sei.

Die eingesetzten und künftigen 5G Frequenzen von 2,1 – 3,5 GHz hätten eine Reichweite von 1,0 bis max. 2,0 km. Deswegen sei der umstrittene Standort als geeigneter Standort entschieden worden.

Die AG Digitale Netze des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur weist in einer Broschüre zur Infrastrukturanforderungen des 5G-Ausbaus darauf hin, dass die LTE-Netze noch auf lange Sicht mit 5G-Netzen koexistieren werden.

Quelle: „Bild der 5G Frequenzen“ : https://www.5g-anbieter.info/

Die Abbildung zeigt die eingesetzten Frequenzbänder und deren Einsatzbereiche. Die von der Telekom für den Standort Beuren angegebenen 5G Frequenzen von 2,1 – 3,5 GHz werden mit einer Reichweite von ca. 1,0 – 4,0 km verortet.

Die Kommunikationsunternehmen darunter die Telekom setzen aber im ländlichen Raum 5G Frequenzen in Kombination mit LTE von 700 – 800 MHz mit einer Reichweite von mindestens 10 km ein.

Auch wenn die Telekom irgendwann 5G Frequenzen von 2,1 – 3,5 GHz einsetzt, würden die Reichweiten für den vom „Salemer Mobilfunk Standort Konzept“ favorisierten Standort am Wasserbehälter Fassler bestens ausreichen. Das dieser Standort am Wasserbehälter einen Stromanschluss aufweist und beim Ausbau des Glasfasernetzes in Beuren auch mit Glasfaser versorgt werden könnte, wird von der Telekom nicht einmal diskutiert…

Wir möchten mit den Drohnen Videoclips verdeutlichen, warum der Standort am Wasserbehälter Fassler als „Höhenstandort“ eine bessere Alternative darstellt und eine bessere Versorgung des ländlichen Umfeldes in der Gemeinde sicherstellen kann.

Wir vergleichen den umstrittenen Standort in der Obstplantage in Beuren unter gleichen Voraussetzungen mit dem Höhenstandort am Wasserbehälter Fassler.

Wir vergleichen den umstrittenen Standort in der Obstplantage in Beuren unter gleichen Voraussetzungen mit dem Höhenstandort am Wasserbehälter Fassler.

Dabei orientieren wir uns an der „Faustformel aller Kommunikationsdienstleister“, die da heißt:

Eine gute Verbindung mit Datentransfer ist dann möglich, wenn die Entfernungen eingehalten sind und Sichtverbindung besteht“

In unserem Videoclip haben wir nur sichtbare Orte aufgeführt, die maximal 6 km entfernt sind.

Das Grafikbild zeigt auf, dass die von der Telekom eingesetzte5G Frequenzen in Kombination mit LTE von 700 – 800 MHz eine Reichweite von 10 – 20 km erreichen können. Damit ist die Reichweite von 6 km in unserem Videoclip eine sehr realistische und sichere Annahme.

In dem Videoclip wird es deutlich, dass am umstrittenen Standort in den Obstplantagen am Dorfrand insgesamt 6 Orte in einer Höhe von 30 m sichtbar sind.

Beim Wasserbehälter Fassler (EMF Empfehlung des Salemer Mobilfunk Standort Konzept) sind 12 Orte in einer Höhe von 30 m sichtbar.

Das Ergebnis spricht für sich selbst.

Falls der Bauantrag für den umstrittenen Standort am Dorfrand endgültig abgelehnt werden sollte, sind wir der Auffassung, dass geeignete Standorte in Beuren vorhanden sind.

Die flexible Ausführung des „Salemer Mobilfunk Standort Konzeptes“ macht es möglich. 

Wann hört diese Umweltbelastung in Beuren auf?

Wann wird das Dieselaggregat endlich abgeschaltet?

Es scheint so, als ob der Stromanschluss der mobilen Sendeanlage weitgehend abgeschlossen ist. Der Stromverteiler der Sendeanlage ist an einen Verteiler angeschlossen, der wiederum an einen Schaltschrank angeschlossen wurde. 

Die DFMG und die Telekom haben sich zu den Veränderungen und zu den offenen Fragen bisher nicht geäußert.

Der umstrittene Funkmast Standort der Telekom in Beuren

Der Unmut wächst… – Stimmen aus Beuren:

Die Bürgerinitiative „SalemFunk“ wurde in den letzten Wochen und Tagen vermehrt zu den Umständen um die „Mobile Sendeanlage der DFMG/Telekom“ angesprochen.

Wir haben die häufigsten Fragen und Feststellungen gesammelt:

  • Warum wird diese mobile Sendeanlage mit einem Dieselgenerator betrieben?
  • Was fällt der Telekom ein?!
  • Wir stecken mitten in einer Klimakrise, was soll der Schwachsinn?
  • Wenn es der Telekom um eine ernsthafte Versorgung von Beuren und dem Umland geht, warum bietet sie nicht allen Mobilfunknutzern „*Roaming“ an?
  • Das ist ein ökologischer Skandal!
  • Diese „Umsetzung“ einer Mobilfunkversorgung ist aus der Zeit gefallen und völlig unverhältnismäßig.
  • Dieser ganze Zirkus mit der mobilen Sendeanlage nützt am Ende nur den Telekom Kunden.
  • Für die eigenen Telekom Kunden, wochenlang ein Dieselaggregat in einer sensiblen Kulturlandschaft laufen zu lassen, ist an Ignoranz und Verantwortungslosigkeit nicht zu übertreffen.
  • DFMG und Telekom: Setzen! Sechs!

Schönen Urlaub und gute Erholung?

Mit diesem gut gemeinten Wunsch verabschieden wir in der Ferienzeit unsere Freunde, Bekannten und Nachbarn.

Für die „Beurener Bürger im „Unterdorf“ und ihre Gäste bleibt die diesjährige Ferienzeit in schlechter Erinnerung.

Was ist passiert?

Seit dem 16.Juli wurde die mobile Sendeanlage der Telekom auf dem umstrittenen Standort in Betrieb genommen. Direkt am malerischen Mühlbach der sich durch Beuren nach Weildorf schlängelt. Mitten in einer Obstanlage mit heranreifenden Äpfeln, die zum Teil biologisch angebaut werden.

Da auf dem umstrittenen Standort kein stationärer Stromanschluss vorhanden ist und für vor der Aufstellung der mobilen Sendeanlage auch nicht geplant wurde, wird die mobile Sendeanlage mit einem großen Diesel – Notstromaggregat mit einem separaten Dieseltank versorgt.  Dieses Notstromaggregat läuft 24 Stunden am Tag, es wird -rund um die Uhr- betrieben.

Je nach Windrichtung wird das unmittelbar angrenzende Dorf und die Familien in den umliegenden Häuser mit Dieselabgas belastet.

Die Inbetriebnahme der mobilen Sendeanlage der Telekom blieb den „Betroffenen“ nicht lange verborgen. Je nach Windrichtung war ein regelmäßiges Lüften oder ein „Schlafen“ mit offenem Fenster bei hochsommerlichen Temperaturen nicht mehr möglich.

Die Betroffenen wandten sich in ihrer Not an die Gemeinde, an das Umweltamt und an die Baurechtsbehörde des Landratsamtes Bodenseekreis und an die Polizei.

Die Gemeinde verwies auf das laufende baurechtliche Verfahren des Baurechtsamtes das für diesen umstrittenen Standort nicht abgeschlossen ist. Das Baurechtsamt hat aufgrund der Petition von SalemFunk diesen baurechtlichen Vorgang an den Petitionsausschuss des Landtages von Baden-Württemberg zur Prüfung abgegeben.

Das Umweltamt hat sich den Klagen angenommen und war mehrfach vor Ort und hat die Verantwortlichen von der Telekom und der DMFG (Deutsche Funkturm GmbH) aufgefordert, umgehend einen kabelgeführten Stromanschluß, sicher zu stellen. Ob und wie die Polizei sich den Klagen angenommen hat, können wir derzeit nicht beantworten.

Die „heiße Kartoffel“ wird hin- und her geschoben…

DieTelekom verweist auf den Dienstleister die DMFG (Deutsche Funkturm GmbH). Die DMFG sei der ausführende Dienstleister und sei für die Ausstattung auf dem Flurstück in Beuren verantwortlich. Warum vor der Aufstellung der mobilen Sendeanlage, der stationäre Stromanschluss nicht sichergestellt wurde, blieb unbeantwortet.

Hintergrund:

Wer ist die DFMG?

Die Abkürzung steht für die Deutsche Funkturm GmbH. Die Deutsche Funkturm stellt maßgeblich den Ausbau der Infrastrukturen für die deutschen Mobilfunkanbieter sicher.

Die Bedeutung der inländische Telekommunikationsstrukturen im gesellschaftlichen Interesse wird mit der Namensgebung „Deutsche Funkturm GmbH“ verstärkt und vermittelt den Eindruck, dass es sich um ein inländisches Unternehmen mit Systemrelevanz handelt.

Im Portfolio des Unternehmens ist aber unter anderem, folgendes zu lesen: Das Unternehmen wurde 2002 als Tochter der Deutschen Telekom gegründet und hat seit 2023 die amerikanische DigitalBridge und die kanadische Brookfield als zusätzliche Eigentümer.

Wie ging es weiter?

Am 16. August, 30 Tage nach der Inbetriebnahme, das Dieselaggregat läuft schon ununterbrochen seit 720 Stunden, wird das Aggregat für 5 Tage abgestellt. Über das „Warum“ kann nur spekuliert werden, es gibt dazu keine offizielle Aussage.

Vermutlich war der 1300 ltr. Dieseltank leer. Rechnerisch könnte diese Vermutung zutreffen. Ein Notstromaggregat dieser Größe schluckt im unteren Leistungsbereich in 24 Stunden etwa 40 – 45 l Diesel…

Umweltbelastungen in Beuren!

Beurener haben die Nase voll!

Nach 54 Tagen wurde das Dieselaggregat endlich abgeschaltet!

Bereits am Montag, den 21.08. wurde die mobile Sendeanlage, ohne Information an die Behörden und Bürger, wieder in Betrieb genommen.

Gleichzeitig wurde von einem Bauunternehmen, direkt neben dem Mühlbach, ein Graben für den stationären Stromanschluss gezogen, der mit Leerrohren versehen wurde.

Die Baumaßnahmen waren bis Ende der Woche noch nicht abgeschlossen, da eine Wasserleitung die die Obstplantagen mit Wasser versorgt, beschädigt wurde und repariert werden musste.

Wie die neuen Aufnahmen zeigen, wurde aber auch, vermutlich von der DMFG, in der vergangenen Woche, das Notstromdieselaggregat gegen ein „Kleineres“ ausgetauscht. Auch der Tank wurde ausgetauscht, der allerdings gegen einen „Größeren“ mit etwa 2400 l Fassungsvermögen getauscht wurde. Ist der Austausch die Folge der Intervention des Umweltamtes?

Neue Aggregat Konfiguration
Die alte Aggregat Konfiguration

Ist damit „Alles gut“?

Nein, das sehen wir nicht so, meint die Bürgerinitiative „SalemFunk“!

Es sind zu viele Fragen offen:

  • Warum wurde die mobile Sendeanlage an diesem umstrittenen Standort überhaupt in Betrieb genommen, obwohl ein schwebendes Baurechtsfahren besteht und eine Petition gegen diese Vorgehensweise eingereicht wurde?
  • Warum wurde der Stromanschluss, der nach den Vorgaben des Baurechtes vorgeschrieben ist, vor der Aufstellung der mobilen Sendeanlage, nicht sichergestellt?
  • Auf welchem Flurstück steht die mobile Sendeanlage eigentlich? Stimmt die beantragte Flurstückangabe mit der formalen Angabe an das Bauamt und das Baurechtsamt überein?
  • Warum wir das Notstromaggregat gegen ein kleineres Notstromaggregat ausgetauscht, wenn der stationäre Stromanschluss in Kürze bevorsteht? Die mobile Sendeanlage kann abgeschaltet bleiben, bis der stationäre Stromanschluß fertiggestellt ist.

Wir fordern die DMFG und die Telekom auf:

  • Klärung aller baurechtliche Fragen:
  • Solange das Baurechtsverfahren und der Petitionsausschuss des Landtages Baden-Württemberg nicht abgeschlossen ist, wird die mobile Sendeanlage an dem umstrittenen Standort außer Betrieb gesetzt!
  • Bei einer erneuten Standortsuche in Beuren, muss das „Salemer Mobilfunk Standort Konzept“ in der Kernaussage erfüllt werden: Gute Mobilfunkversorgung bei gleichzeitiger präventiven Strahlungsminimierung für die Salemer Bürger.

Unsere Meinung:

  • Die Planungen der DFMG und der Telekom in Beuren sind mangelhaft.

Es entsteht der Eindruck das die „linke Hand nicht weiß, was die „rechte Hand“ tut.

  • Das Kommunikationskonzept der DFMG und der Telekom ist intransparent.
  • Die Bürgernähe und die Kundennähe der DFMG und der Telekom ist nicht erkennbar

Fazit:

Ob den privaten Unternehmen DFGM und der Telekom der Ausbau des ländlichen Raumes ohne weitere Qualitätsnachweise anvertraut werden kann, muss von der Landesregierung in Baden-Württemberg und der Deutschen Netzagentur überprüft werden. 

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Ignoriert die Telekom die Regeln des Petitionsausschusses des Landtages von Baden-Württemberg?

Telekom montiert den Mast auf dem umstrittenen Standort der Telekom in Salem – Beuren.

Ungeachtet vom schwebenden baurechtlichen Verfahren und den Einwendungen der Angrenzer hat die Deutsche Funkmast GmbH als ausführende Gesellschaft der Telekom am 27.06.2023 den Mast der mobilen Sendeanlage montiert.

Die komplettierte mobile Sendeanlage auf dem Flurstück 312/1.
Die Masthöhe der mobilen Anlage beträgt 20 Meter.

Der spätere, dann stationäre Mast wird als Stahlgitterturm ausgeführt und misst eine Höhe von 30,24 Meter und lässt die Mächtigkeit des Bauwerkes erahnen. Damit wird das Ortsbild von Beuren und die Kulisse des Heiligenberges deutlich verändert.

Salem Funk hat die Baurechtsbehörde und die Verwaltung der Gemeinde Salem über diese Aktivität informiert. Die Sendeanlage ist angeschlossen, das Notstromaggregat war zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht in Betrieb.

Wir werden über den weiteren Verlauf berichten…